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Die Durchspinnnacht

 Da der 21. Dezember die Wintersonnenwende ist, ist der Tomastag der kürzeste Tag des Jahres, während die vorangegangene Nacht, die Thomasnacht, entsprechend die längste Nacht des Jahres ist.

In einigen Gebieten Deutschlands, und den umliegenden Ländern ist in dieser Zeit die Durchspinnnacht. So in Thüringen und Böhmen. In Kärnten glaubte man, in dieser Nacht in die Zukunft zu schauen. So war ein bei Jungbauern beliebter Brauch das "Zaunstecken zählen", man nannte eine Zahl und zählte dann rechts von der Zauntüre den entsprechenden Zaunstecken ab. Dessen aussehen sollte aussagen, sie die zukünftige Liebste aussieht: jung und frisch oder alt und morsch.

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Blaue Zipfel

4 Paar fränkische Bratwürste
1/2 l Wasser
1/2 l Essig
1/3 l Frankenwein
5 Zwiebeln (in Ringe geschnitten)
3 Karotten
1 Petersilienwurzel
2 Lorbeerblätter
2 Nelken
10 g Senfkörner
10 g Pfefferkörner
eine Prise Salz
eine Prise Zucker

Die Zwiebelringe im Essigwasser so lange kochen, bis sie weich sind. Dann das kleingeschnittene Gemüse und die Gewürze sowie den Wein hinzugeben und eine reichliche Viertelstunde auf kleiner Flamme kochen.
Den Topf vom Herd nehmen und im Sud die Bradwürste etwa 10 Minuten ziehen lassen.

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Gründonnerstag

Der vor dem 15. Jahrhundert – nach Kluge-Mitzka um 1200 im mitteldeutschen Raum – entstandene Name Gründonnerstag beschränkt sich im Prinzip auf das deutsche Sprachgebiet und ist auch dort nur die üblichste neben mehreren anderen Bezeichnungen. Die Fügung Grüner Donnerstag (mhd. grûne dunrestag oder grüene donerstac) ist bereits seit dem 13. Jh. belegt. Der lateinische Terminus dies viridium (wörtlich „Tag der Grünen“ - gemeint sind die durch Absolution von den Sünden und Kirchenstrafen Befreiten, im Sinne von „Erneuerten, Frischen“ nach Lukas-Evangelium 23,31: „grünes Holz“) war möglicherweise nicht, wie von der Sprachwissenschaft lange angenommen, das Vorbild für diese deutsche Bezeichnung, sondern scheint erst im 17. Jh. entstanden zu sein.
Die Herkunft des Namens ist nicht geklärt, es konkurrieren besonders vier Thesen, die sich nicht notwendigerweise gegenseitig ausschließen müssen, da auch mehrere Faktoren bei der Entstehung des Namens zusammengewirkt haben können:

  1. Herleitung von virides („die Grünen“), den Büßern, die „dürres Holz“ gewesen waren und jetzt am antlastag, dem Tag des Kirchenbußerlasses, wieder (nach Lukas 23,31) lebendiges, "grünes Holz" der Kirche wurden und wahrscheinlich in weißem Kleid vielleicht mit grünem Schultertuch zur Kommunion schritten.

  2. Herleitung aus der liturgischen Farbe Grün. Der heutige Farbenkanon des Römischen Ritus sieht Weiß als liturgische Farbe für den Gründonnerstag vor, dieser Farbenkanon war jedoch vor dem 16. Jahrhundert nicht verbindlich und in den Eigenriten der Diözesen vielfach abweichend geregelt. Da aus dem Gebrauch der Farbe Weiß in der Gründonnerstagsliturgie auch die Bezeichnung „Weißer Donnerstag“ (ndl. Witte Donderdag, franz. jeudi blanc) entstanden ist, könnte ebenso aus regional abweichender Verwendung von Grün auch der Name Grüner Donnerstag, Gründonnerstag entstanden sein.

  3. Herleitung aus dem seit dem 14. Jahrhundert bezeugten, aber möglicherweise schon älteren Brauch, am Gründonnerstag besonders grünes Gemüse (Grünkohl, Salate, Nesseln, junge Triebe) und grüne Kräuter zu essen. Dies steht nicht nur im Einklang mit den allgemeinen Fastenvorschriften für die Karwoche, sondern auch in Verbindung mit abergläubischen Vorstellungen, dass dadurch die Kraft des Frühlings und eine Heilwirkung für das ganze Jahr aufgenommen werde. In einigen Regionen hatte der Gründonnerstag auch eine besondere Bedeutung für das Bestellen von Feld und Garten, als Tag der ersten Frühlingsaussaat oder als ein Tag, an dem man sich von der Aussaat oder vom Setzen oder Beschneiden der Pflanzen besonders reichen Ertrag versprach.

  4. Herleitung aus dem „Greinen“ (ahd. grīnan, mhd grînen, „lachend, winselnd, weinend den Mund verziehen“) der Büßer am Gründonnerstag. Aus mündlich gebrauchtem, aber schriftlich nicht bezeugtem grîn donerstac wäre in dem Fall durch volksetymologische Umdeutung Grüner Donnerstag > Gründonnerstag entstanden. Da jedoch dieser Tag seit dem 4. Jahrhundert ein kirchlicher Freudentag war, an dem die zuvor Exkommunizierten nach Buße und Vergebung endlich wieder zur Kommunion zugelassen, also wieder „grünendes Holz“ am Stamm der Kirche nach Lukas 23,31 waren, erscheint die Annahme eines Klagedonnerstags widersinnig.

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Schwendtag

Unter einem Schwendtag(auch: verworfener Tag oder Unglückstag) versteht der Volksglaube einen Tag, an dem nichts Neues (z. B. Urlaub, Reise, Arbeit, Operation, Heirat, Verlobung, Geschäftsabschlüsse) begonnen werden soll. Während an den Schwendtagen bestimmte Tätigkeiten unterlassen werden sollen, empfehlen die Lostage bestimmte Arbeiten oder weisen auf kommende Ereignisse hin (z. B. Wetterumschwung)

Der Begriff Schwendtag leitet sich vom mhd. Wort swende für ein, durch Waldrodung gewonnenes Weide- oder Ackerland ab. Das später daraus abgeleitete Wort schwinden weist darauf hin, dass Tätigkeiten bei denen „etwas verschwindet“ (z. B. Unkraut jäten, Haarescheiden, Putzen, Ausmisten) an den verworfenen Tagen durchaus durchgeführt werden können.

Der 14. Februar war auch Tag der großen Festmahlzeiten von Seefahrern, Gilden, Zünften und Bruderschaften. In den Hansestädten trafen sich am Valentinstag die Zünfte zum Freundschaftsmahl. Mit Valentin begann angeblich die eigentliche Faschingszeit mit großen Bällen, Künstler- und Maskenfesten. Valentinsbrot galt als Heilmittel, das Beifußkraut (Herba S. Valentini) ist ihm geweiht. Der Valentinstag galt als Unglückstag für das Vieh, deshalb durfte es an diesem Tag nicht arbeiten. Im deutschsprachigen Raum verbreitete sich der Brauch der Blumengeschenke nach dem 2. Weltkrieg durch den Einfluss aus den USA - die Blumenhändler erklärten diesen Tag 1950 als Tag der offenen Herzen.

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Namenstage woher kommen sie und warum man Sie feiert

Der Namenstag dient dem Gedenken (meist der Todestag) des Heiligen oder Seligen mit diesem Namen. Dieser Tag ist im   Heiligenkalender oder Heiligenkatalog verzeichnet. Der Namenstag ist ein katholisches Fest. Nach katholischer Tadition  wurde seit dem Mittelalter darauf Wert gelegt, Kinder einen Heiligen- oder Seligennamen, zumindest als Beinamen, zu geben. Der Heilige oder Selige wird mit der Taufe Namenpatron des Kindes und damit zu seinem Schutzheiligen.

Mit der Namensgebung wollte man sich von Protestanten und Heiden abgrenzen und vermeiden, dass die Leute Ihren Kindern lächerliche oder anstößige Namen gaben. Der Name eines Heiligen sollte in jedem Fall vorgezogen werden. Heute ist dies jedoch nicht mehr üblich, d.h. der Name des Kindes wird nicht mehr bewusst gewählt um einen Bezug zu einem Heiligen herzustellen. Im Mittelalter wurde der Geburtstag zu Gunsten des Namenstages als Festtag verdrängt. Aber auch heute noch ist der Namenstag in manchen streng katholischen Gebieten wichtiger als der Geburtstag. Es gibt mehr Heilige und Selige als Tage im Jahr, deshalb sind viele Tage Namenstag für zwei oder mehr Heilige. Anderseits stehen auch für einen Namen mehrere Heilige mit demselben Namen "zur Auswahll".

Aber was sind Heilige und Selige? In der katholischen Kirche werden Menschen heilig gesprochen, die Taten vollbracht haben, die die Kirche als Wunder anerkannt hat. Die angeblichen Wunder waren Grundlage für Legendenbildungen um Heilige, so dass geglaubt wurde (und wird) dass der Namenspatron bestimmte positive Einflüsse auf den Menschen ausübt (Schutz vor Krankheit oder Unglück). Eine Seligsprechung ist ähnlich der Heiligsprechung, jedoch beschränkt sie sich auf Menschen, die ein besonders vorbildliches Leben geführt haben (ohne Notwendigkeit von Wundern) z.B. Mutter Theresa   oder Pabst Paul II.

In der Protestantischen Kirche gibt es keine Heilig- oder Seligsprechung, deshalb ist es in protestantischen Gebieten auch unüblich, den (zufälligen) Namenstag zu feiern.

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Wer hat den 100jährigen Kalender geschaffen?

Nach vielen Stationen in seinem Leben leitete Mauritius KNAUER ab 1652 das Kloster in Langheim (bei Bamberg). In diesem Kloster ließ er eine Art Observatorium errichten, den so genannten "blauen Turm". Und dort saß er Nacht für Nacht und blickte hinauf zu den Sternen.

Sie waren für ihn - da stand er ganz in der Tradition der alten Astrologen - Fingerzeige des Schöpfers. Mauritius Knauer blickte zu den Sternen, weil er als Bauernkind erdverbunden geblieben war und wusste, wie sehr die Ernten auf den Feldern vom Wetter abhängig sind - und das Wetter von kosmischen Einflüssen.Mit 100 Jahren hat der "100-jährige" nichts zu tun Als er sich daranmachte, einen neuen, praktischen Kalender zu erstellen, lag es ihm fern zu behaupten, das Wetter wiederhole sich alle hundert Jahre, wie später immer wieder behauptet wurde und wie es auch heute manche immer noch verkünden. Er "erfand" auch nichts Neues, sondern versuchte lediglich, das, was seit vielen Jahrhunderten als Zusammenhang zwischen "Himmel" und Erde bekannt war, für seine Heimat, im großen gesehen für Mitteleuropa, anwendbar zu machen. Er wollte den Mönchen seines Klosters und darüber hinaus den Bauern in Franken Regeln an die Hand geben, die sie in die Lage versetzen sollten, den rechten Zeitpunkt für Saat und Ernte, für Heu und Weinpflege zu finden. Das war sein Anliegen, nicht mehr und nicht weniger.

So machte er sich also daran, über das Wetter "Tagebuch" zu führen. Und er tat das sieben Jahre lang und mit großer Sorgfalt. Sieben Jahre - damit war für ihn eine Periode im großen Rhythmus der "Planeten" vollendet, eine Periode, die nun wieder von vorn zu laufen beginnen musste. Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn - jeder "Herrscher" am Himmel war ein Jahr lang an der Reihe gewesen. Jetzt musste der Kreislauf von vorne beginnen. So muss es verstanden werden, wenn der Abt über die Aufzeichnungen, über ein Wettertagebuch, den anspruchsvollen Titel schrieb: "Calendarium oeconomicum perpetuum" - als nicht etwa 100jähriger Kalender, sondern immerwährender praktischer Wirtschaftskalender, oder wie er es selbst übersetzte: beständiger Hauskalender. Der Druck erfolgte erst 1704, nachdem bereits drei Jahre zuvor unter Benutzung von Knauer's Manuskript der Erfurter Arzt Christoph von Hellwig einen hundertjährigen Kalender herausgebracht hatte. Da er selber nie an eine Publikation des Manuskriptes gedacht hatte, wurde er vielfach verfälscht gedruckt und verändert abermals gedruckt, ohne auf die detaillierten Wetterbeobachtungen Rücksicht zu nehmen.

Niemals hat der Abt behauptet, es ließe sich aufgrund dieses Kalenders das Wetter auf den Tag genau vorhersagen. Wer dies mit Hilfe des 100jährigen Kalenders immer noch versucht, der täuscht den Leser, wie es die ersten Drucker schon taten, die das Manuskript in die Hand bekamen. Abt Dr. Mauritius Knauer ist am 9. November 1664 (51-jährig) an den Folgen eines Schlaganfalles gestorben. Inzwischen hatten sich Abschriften seiner Wetterbeobachtungen weit über Franken, ja über ganz Deutschland hinaus verbreitet - und wurden sogar dort beachtet und befolgt, wo sie allein schon von der Geographie her nicht stimmen konnten: südlich der Alpen, weit im Balkan und sogar in Russland.

Feiertage in Bayern

Gesetzliche Feiertage in ganz Bayern:

  • 1. Januar - Neujahr
  • 6. Januar - Heilige Drei Könige (Epiphanias)
  • Karfreitag
  • Ostermontag
  • 1. Mai - Tag der Arbeit
  • Christi Himmelfahrt
  • Pfingstmontag
  • Fronleichnam
  • 3. Oktober - Tag der Deutschen Einheit
  • 1. November - Allerheiligen
  • 25. Dezember - Erster Weihnachtstag
  • 26. Dezember - Zweiter Weihnachtstag

Gesetzliche Feiertage in Teilen Bayerns:

  • 15. August (Mariä Himmelfahrt): Nur in Gemeinden mit überwiegend katholischer Bevölkerung. Welche Gemeinden dies sind, erfahren Sie beim Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung im unten angegebenen Link.

  • 8. August (Friedensfest): Nur in der Stadt Augsburg.

Stille Tage

Neben den Feiertagen sind stille Tage festgelegt. An stillen Tagen sind öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen, die nicht dem ernsten Charakter dieser Tage entsprechen, verboten. Sportveranstaltungen sind jedoch erlaubt, ausgenommen am Karfreitag und Buß- und Bettag. Als stille Tage sind folgende Tage festgelegt:

  • Aschermittwoch
  • Gründonnerstag
  • Karfreitag. Am Karfreitag ist jede Art von Musikdarbietung in Räumen mit Schankbetrieb ausnahmslos verboten.
  • Karsamstag
  • 1. November - Allerheiligen
  • Volkstrauertag
  • Totensonntag
  • Buß- und Bettag
  • 24. Dezember - Heiliger Abend ab 14.00 Uhr.